Lions Club Gera

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Neuigkeiten vom Lions Club Gera


15.09.2019

DER VERRAT AM FLEISCH!

Carne vale: Machen wir denn mal wieder alles falsch in unserem Leben?
Von Wulf Mämpel | Stellv. Chefredakteur | LION September 2019

Sind die fetten Jahre wirklich vorbei? Ich kann es nicht sagen, denn jede Woche läuft eine andere Sau (Prognose) durch die Medienwelt. Was soll man denn noch glauben, wenn die gefühlte Wahrheit die nackte, die schlichte Wahrheit überrollt? Der Verrat am Fleisch (Carne vale) ist ja nicht das eigentliche Problem, sondern die latente Begleitmusik des Untergangs, die dunklen Szenarien sind es, die wir alle so lieben und die inzwischen jedes Thema bestimmen. Der geforderte Abschied vom Fleisch gewordenen Wohlstand, der Verzicht auf das Fliegen, die Diesel- und Reise-Hysterie, die Flatulenz der Kühe, Schafe und Ziegen, um nur einige Positionen zu nennen. Kann man diese Probleme, die ja niemand bestreitet, vielleicht mal mit weniger Hysterie zu beheben versuchen? Pragmatismus zeichnet sich durch einen klaren Kopf des Handelnden  und  durch  Realitätsbewusstsein  aus, nicht aber durch populistische Fensterreden in Rattenfänger-Manier! Seit Menschengedenken haben wir viele Probleme zu lösen: in den Städten, in den Bundesländern, im Land und in Europa - und global durch die Kraftspiele der „Neros“ unserer Tage. Bei all diesen Diskussionen müssen wir aber an unsere humane Verpflichtung denken, an eine gelebte Solidarität denjenigen gegenüber, die es bitter nötig haben. Gottlob sehen hier Lions aus aller Welt nicht weg. Lions International ist der gelebte Beweis für eine funktionierende Humanität in unseren Tagen. Das hat Zukunft, weil Menschen hinsehen, hinhören und beherzt handeln. Es sind täglich Hunderttausende im Ehrenamt! Natürlich müssen immer wieder neue Probleme, kleine und große, auch private, gelöst werden. In diesem Kreislauf menschlichen Daseins und Handelns müssen wir uns bewegen und behaupten. Und nicht jedes Mal entsteht eine Katastrophe, wie die Heilsbringer es uns vorbeten. Für die Lösungen Persönlichkeiten aus allen Schichten eines Volkes zu finden und zu überzeugen - das ist das Personal-Problem. Letztendlich ist es ein immer wiederkehrendes Spiel zwischen Gut und Böse, Aktion und Reaktion, Pro und Contra.  Gerade heute, da ein zerstrittenes Europa zwischen die mächtigen Blöcke USA und China/Asien zu geraten scheint. Wir sollten daher Respekt denjenigen gegenüber entwickeln, die für uns die nervenaufreibenden nationalen und internationalen Aufgaben erledigen. Wir sollten das ständige Meckern abstellen, das mit persönlicher Freiheit motiviert wird und in den neuen Medien zu unerträglichen primitiven Exzessen geführt hat, weil jeder Narr - oft anonym - sein Gift verspritzen kann. Wir sollten eine Form der Dankbarkeit dafür entwickeln, dass wir 70 Jahre in Frieden und Freiheit und relativem Wohlstand verbringen konnten. Viele unserer Erfolge werden heute als selbstverständlich hingenommen, dabei gilt immer noch der Spruch: „Was du ererbt von deinen Vätern (und Müttern), erwirb es, um es zu besitzen.“ Aber das ist ja offenbar eine Meinung aus der Steinzeit…. Unser Staat hat im ersten Halbjahr einen Überschuss von über 45 Milliarden Euro, Europa schwächelt,  während die  Weltwirtschaft  floriert…. Versteht ein Normalbürger das alles noch? Gut, dass jede Woche eine neue Analyse erscheint, über die wir uns aufregen können! Übrigens zum Thema fleischlos: Der 11. November kommt bestimmt und mit ihm die Martinsgans… 




 
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